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Leidenschaft

05.05.2020

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Sex

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Liebe - Lust - Sex - Sensitivität - Fetisch - Spiel


Leidenschaft...

05.05.2020 - Caroline R. Ubber

Die Definitionen von Leidenschaft sind so vielfältig, es wird so viel, darüber gesprochen und geschrieben… und oft frage ich mich, ob diejenigen überhaupt schon einmal erlebt haben, was wirkliche Leidenschaft ist. Denn erklären kann man das kaum, man muss sie erleben. Und genau das ist eben oft nur möglich, wenn man zunächst einmal zum Voyeur wird. Und genau davor schrecken viele zurück oder haben nicht die Möglichkeit. Die Neugierigen und Experimentierfreudigen sehen sich dann vielleicht Pornos an, die sie sich aus dem Internet ziehen. Wenn sie Glück haben, oder besondere Fantasien, stoßen sie dabei auch tatsächlich auf Filme, die echte Lust widerspiegeln. Ich schaue bei Pornos stets auf Körpersprache, Gesichtsausdruck und vor allem die Augen der Protagonisten – und erschauere oft angesichts der Lustlosigkeit, oft sogar Genervtheit, die die kopulierenden dort zur Schau stellen. Sex – und sei er noch so ästhetisch und die kopulierenden Körper noch so modellmäßig – ohne wirkliche Lust, ist für mich fader als eine Tütensuppe. Den meisten fällt das tatsächlich gar nicht auf. Sie übernehmen dann vielleicht einige der Stellungen und Bewegungen und übertragen so das lustlose, aber sportliche Gerammel in ihre heimische Bettstatt.

Leidenschaft

Da ich selbst vor einigen Jahren noch eine völlig Ahnungslose war, die von hartem schmutzigen Sex eher abgestoßen war (Schweiß und Gerüche) und sich eine Welt der Kuschelnden wünschte, Maße ich mir an zu sagen, dass jeder zu einer Sex-Göttin oder einem Sex-Gott werden kann, der dies zum einen wirklich möchte, über Fantasie und Kreativität verfügt, den Wunsch zu lernen und den sportlichen Ehrgeiz , intensiv zu trainieren. In der Praxis wird dies erfahrungsgemäß nur auf die allerwenigsten zutreffen, denen dann die Bewunderung der übrigen gilt, die staunend, fasziniert und neidisch zuschauen (so sie denn dazu Mut und Gelegenheit haben).

Mein eigener Weg zu einer dieser erotischen Göttinnen nahm seinen Anfang, als ich eine Freundin bei einer Fetisch-Party dabei beobachte, wie sie mehreren Männern und Frauen mit ihren Händen und ihrem Mund einfach nur sinnliche Lust schenkte, ohne dafür selbst etwas einzufordern. Sie war eine Zeremonienmeisterin der Lust und ich selbst unglaublich fasziniert von ihrer Anmut und leidenschaftlichen Stärke. Mir war sofort bewusst, dass ich alles dafür geben würde, auch so sein, im erotischen Rausch aufzugehen und sinnliche Befriedigung daraus zu schöpfen, andere zum Höhepunkt zu bringen. Doch ich merkte schnell wie lang und hart dieser Weg sein kann.

Leidenschaft

Wenn ich mir heute vorstelle, dass es Zeiten gab, denen ich Blasen und Lecken anstrengend fand und wollte, dass mein Partner möglichst schnell zum Höhepunkt kommt, kann ich es kaum glauben. Ich genoss das sinnliche Spiel mit einem Partner schon, empfand es aber auch oft als kraftraubend und manchmal auch verstörend. Viel davon Resultierte aus Unsicherheit. Mache ich es richtig? Gefällt es ihm/ihr so? Wieso braucht er/sie so lange, um zu kommen? Soll ich etwas anders machen? Ich sah mir quasi oft beim Sex selbst über die Schulter und konnte mich nicht wirklich fallen lassen. Der Hauptgrund: Ich nahm mich selbst nicht wichtig genug und stellte damit alles in Frage -und ich strahlte diese Unsicherheit auch aus und wirkte damit weniger erotisch.

In der hedonistischen Szene Hamburgs gelang es mir Problemlos auf Partys Partner zu finden, die mich ficken wollten. Aber ich zog jene an, die genauso unerfahren und unsicher waren, wie ich. Manchmal machte es sogar intensiv Spaß, so wie bei der Kunst und Sünde, als ich mit dem Arsch über der Tanzfläche herrlich heftig genommen wurde – doch das blieben kurze Momentaufnahmen, die schnell wieder verpufften und mich mit meinem Gefühl von Leere und nicht zu genügen zurückließen. Auch traute ich mich nicht wirklich, Dinge auszuprobieren, ich überließ dem Mann meist völlig die Kontrolle.

Dass sich das schließlich änderte und ich endlich die wirklich sinnliche Frau in mir entdeckte, verdanke ich einem DJ, der mich bei der Afterparty nach einer Kinky Party im Appartement einer Freundin so dermaßen in den siebten Himmel leckte (während ich mit meinen Lustschreien die Nachbarschaft unterhielt), dass nach die Nacht nichts mehr wir vorher war. Echte Lust muss entzündet werden – und dafür braucht es den richtigen Partner, der die Lunte ansteckt! Tausend 08/15-Popper hätten mir nicht das geben können, was ich in dieser Nacht erlebte und über mich selbst erfuhr! Keine Scham mehr, keine Unsicherheit, nur noch pure entfesselte Lust. Auch wenn mir unser Liebensspiel aus heutiger Sicht eher brav und banal vorkommen mag, so war es für mich doch damals von essenzieller Bedeutung.

Leidenschaft

Das Schicksal beschenke mich kurz darauf mit einer Partnerin/Partner (ein Ladyboy, eine She-Male – als Mann und Frau in einem), mit der ich sexuelle Intensität erlebte, die wirklich unvergleichlich war. Aber von Anfang an stellte ich Fragen! Ich wollt5e wissen, was ihr besonders gefällt, wenn ich an ihrem Schwanz spiele. Und ich stellte diese Fragen auch anderen mit denen ich Sex hatte. Viele waren erst verwirrt, wen ich ihnen nach dem Akt solche Fragen stellte, aber ich ließ nicht locker. Und so erfuhr ich auch, dass fast jeder Mann andere Vorlieben hat, teilweise nur kleine Details, die sich unterscheiden, aber doch so wichtig. Gleichzeitig begann ich meinen Körper zu trainieren, meine Muskeln geschmeidig und ausdauernd zu machen, sodass es kein Problem mehr war, jemanden zwei Stunden und mehr mit meinen Händen und der Zunge intensivst zu stimulieren ohne im Geringsten dabei zu ermüden. Und ich merkte, wie ich immer mehr in der Lage war, die Energie der Lust meines Partners in mich aufzunehmen, zu verstärken und wieder zurück zu geben! Zu erleben, wie jemand durch mich in einen erotischen Rausch geriet, in seinen Augen und an seinen körperlichen Reaktionen zu sehen und zu spüren, dass er so etwas in dieser Intensität noch nie erlebt hat, wurde für mich zur unglaublich sinnlichen Erfüllung.

Inzwischen ist es manchmal so, dass es mich viel mehr befriedigt, jemanden in diese erotische Total-Ekstase zu versetzen, als wenn ich selbst in die Orgasmen gefickt werde. Und meine fast tantrische Technik, mit der ich einen Schwanz verwöhne, ist wohl tatsächlich bislang ein Alleinstellungsmerkmal von mir – ich habe dafür auch lange und, fantasievoll und mit großer Lust trainiert. Mittlerweile glaube ich, den Zenit dieser speziellen Kunst erreicht zu haben und nur noch durch körperliche Veränderungen eine höhere Stufe erreichen zu können, mit der ich einem Schwanz verwöhnen kann. Darum werde ich mir möglichst bald die Zunge spalten lasen, um mit zwei Zungen gleichzeitig am heißen Schaft spielen zu können.


Sex ohne Liebe ist für mich kein Problem – Sex ohne Leidenschaft ein Unding

Aber wie ist es denn, wenn man mit jemandem Sex hat, der dafür bezahlt?


Leidenschaft

Diese Frage stellte ich mir auch sehr lange und früher glaubte ich auch, mich nur wirklich hingeben zu können, wen ich mit der Person vertraut bin. Heute kommt mir das so naiv und unreif vor, denn die Leidenschaft entsteht ganz allein in mir und durch das was ich will! Wenn ich mit jemanden Sex habe, sei es romantisch, brutal, zu Hause oder im Club vor Publikum, oder im Gang Bang mit Dutzenden Kandidaten – es ist MEINE Lust! Ich halte mich heute für sexuell vollkommen emanzipiert. Ich weiß genau was ich will, stelle aber meine Forderungen und gebe gern auch Chancen und lasse mich auf vieles ein. Gerade bei den Gang Bangs lernte ich schnell, dass oft gerade die Typen, denen ich normalerweise nie eine Chance gegeben hätte, mit der größten Inbrunst und Sinnlichkeit über mich herfielen – und wie sehr ich das genossen habe. Ich habe längst gelernt Sexualpartner nicht mehr in dick, dünn, alt, jung, hübsch, hässlich zu unterteilen, sondern jeden auf seine Art als sinnliches Wesen zu sehen und neugierig zu sein, was dieses Wesen mir zu schenken in der Lage ist.

Ich habe dabei auch gelernt, wie viel sexuelle Macht ich in Händen halte, wie ich das Spiel nach meinen Vorstellungen lenken kann, wie meine Herausforderungen anstacheln, wie die Männer darauf brennen, sich gegenseitig zu überbieten im Bestreben, mir die größtmögliche Lust und die intensivsten Schreie zu entlocken. Ich bin ihre Göttin und sie meine Sklaven, die mir Lust schenken dürfen. Dass auch sie dabei voll auf ihre Kosten kommen, bereitet mir zudem großes Vergnügen, denn ich bin nicht egoistisch und möchte alles teilen. Wen ich höre, dass manche meinen, eine Hure würde beim käuflichen Geschlechtsverkehr ihre Seele an einen fernen Ort versetzen, damit sie nicht erlebt, wie ihr Körper beschmutzt wird, schaudert es mich. Ich genieße jeden Augenblick und wenn jemand, der aussieht wie Quasimodo (nun gut, in dem Club sind die Männer dann doch attraktiver als der Glöckner) es dabei schafft mich zu einem wirklich intensiven Orgasmus zu bringen, dann schreie ich meine Lust auf ohne jede Skrupel oder Scham wild hinaus und gebe ihm für eine kurze Zeit das Gefühl, ein Sexgott zu sein.

Purple Love

Wen ich nach einem so heftigen Durchgang mich abdusche und an der Bar ein Glas Rosé genieße, kommt oft einer meiner Sparringspartner dazu. Und was ich dann gesagt bekomme, wie viel Dankbarkeit und Wärme in den Augen und Gesten dieser Männer (teils jung und noch sehr unerfahren) liegt, das berührt mein Herz wirklich und ich freue mich, jemanden wirklich sehr glücklich gemacht zu haben. Ich verkaufe mich dort nicht, ich mache ein Geschenk, werde zur Verkörperung von Träumen, gewinne dabei selbst jedes Mal sehr viel und verdiene auch noch ein bisschen dabei. Wahrscheinlich ist es eine besondere Gabe, die mir geschenkt wurde, für eine gewisse Zeit mein Herz und meinen Körper Fremden ganz und gar zu öffnen, und danach einfach wieder ich selbst zu sein und mich daran zu erfreuen, ohne den Wunsch zu haben, das s mehr darauf wird. Wenn ich mit jemandem Sex habe, der mich bezahlt, so macht mich das erst an und nach kurzer Zeit vergesse ich es – ähnlich, als wenn ich Sex vor Publikum habe. Ich bin ein durch und durch sexuelles Wesen geworden und nichts könnte mich dazu bringen, je wieder anders zu sein.

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Wieso ausgerechnet ich ein Blog über Leidenschaft, Sex und alles drum herum verfasse? Weil ich bis vor 3 Jahren unfassbar ahnungslos war, mich am liebsten in Kuscheltraumwelten versetzte und ein süßes, doch unscheinbares sexuell fast völlig unerfahrenes Pflänzchen war.

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